Mein Freund Egon
- karl schmidinger
- 1. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Nov. 2025
Seit langer Zeit habe ich einen stillen Begleiter. Er kommt,
er geht, er macht sich breit. Lange wusste ich nicht,
wie ich mit ihm umgehen soll. Bis ich ihm einen Namen gab:
Egon.
Egon, mein Freund Egon, er kommt seit Ewigkeiten, tut mich stets begleiten.
Seit sehr langer Zeit,
macht er sich ziemlich breit.
Als ich das dann hab erkannt,
hab ich ihn zum Freund ernannt.
Und meid ich ihn auch noch so sehr,
kommt er dann verkleidet her.
Gelingt es mir,
ihn zu erkennen,
tue ich ihn dann beim Namen nennen.
„Hallo Egon, sei willkommen. “Die Kraft hab ich dadurch genommen.
Und heute,
Egon, tut mir leid,
hab ich für dich,
heute keine Zeit.
Was hinter Egon steckt
Egon ist mein Schatten. Er trägt Zweifel, Schmerz, Müdigkeit – alles, was schwer ist. Früher hat er mich oft überrollt. Doch indem ich ihn benannte, habe ich ihm Form gegeben. Er wurde sichtbar, greifbar – und damit weniger mächtig.
Ich habe gelernt: Jeder Schatten verliert an Kraft, wenn wir ihn ansehen und annehmen.
Vielleicht hast auch du deinen Egon
Dein Egon kann anders heißen: Angst. Einsamkeit. Sorgen. Selbstzweifel.
Wir alle tragen ihn in uns. Und wir alle können lernen, mit ihm zu leben. Nicht indem wir ihn bekämpfen, sondern indem wir ihn anerkennen.
Drei kleine Rituale für den Alltag
🌱 Benennen Gib deinem Schatten einen Namen. Damit machst du ihn greifbar.
🌱 Begrüßen Sag innerlich: „Hallo, ich sehe dich.“ Das nimmt Spannung.
🌱 Grenzen setzen Erlaube dir, zu sagen: „Heute nicht.“ Dein Licht darf auch ohne Schatten strahlen.
Das Licht hinter dem Schatten
Jedes Licht wirft auch einen Schatten. Doch wenn wir lernen, beide zu sehen, entsteht Balance. In dieser Balance liegt Kraft. Und in dieser Kraft wächst neues Licht.
✨ Wenn dir dieser Impuls gefallen hat, findest du weitere Gedanken und Inspiration in meiner Lichtpost.






sehr schön 😀