Mein Haustier
- karl schmidinger
- 4. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Nov. 2025

đ±Mein Haustier Apath
Wie ich lernte, mit meiner TrÀgheit zu leben
Durch Egon habe ich erkannt, wie stark es ist, dass ich ihn benannt.
Drum habe ich mir ausgedacht ,
und hab das mit Apathie gemacht.
TrĂ€gheit ist mein Haustier nun, am liebsten wĂŒrde sie gar nichts tun.
Sie liegt herum den ganzen Tag, so lang, bis ich dann zu ihr sag:
âApath, so geht das nicht!â Ruf ich sie dann zu ihrer Pflicht.
Sie braucht halt viel Aufmerksamkeit,
sonst macht sie sich im Leben breit.
Doch bekommt sie ihre Streicheleinheiten, tut sie mir viel Freude bereiten.
Apath ist mein Katze nun, erkenn ich sie,
muss ich was tun.
Disziplin-
das Zauberwort,
mit der Zeit, geht sie von selber fort.
Hie und dar darf sie herein,
ich nehm sie an, und lad sie ein.
Ich kann sie zwar nicht zÀhmen, aber ich lass mich auch nicht lÀhmen.
âšDie Erkenntnis
Apath - kurz fĂŒr Apathie - ist mein neuestes âHaustierâ.
Genau wie Egon (mein Ego) ist auch Apath ein stÀndiger Begleiter.
Man wird sie nicht los.
Aber man kann lernen, mit ihr umzugehen.
Die wichtigste Lektion: TrÀgheit verschwindet nicht, wenn man sie ignoriert.
Im Gegenteil - dann macht sie sich erst recht breit.
Aber wenn man sie bewusst wahrnimmt, ihr Aufmerksamkeit schenkt und sie beschÀftigt, verliert sie ihre lÀhmende Kraft.
Wie ich Apath begegnete
Ich entwickle gerade eine Webseite, um anderen Menschen in schweren Zeiten beizustehen.
Ich schreibe ĂŒber kleine Schritte, die groĂe Dinge bewegen können.
Ăber die Wichtigkeit,
anzufangen.
Und dann erkannte ich:
Ich selbst schiebe Dinge vor mir her.
Aus TrÀgheit. Aus Bequemlichkeit.
Mit Ausreden wie âDafĂŒr ist noch nicht der richtige Zeitpunktâ oder âIch warte noch aufâŠâ
In dem Moment, wo mir das bewusst wurde,
habe ich gehandelt.
Ich habe begonnen, tÀglich Stufen zu steigen - trotz COPD, trotz allem.
Nicht viele am Anfang. Aber jeden Tag ein bisschen mehr.
Und ich habe Apath benannt.
Der Umgang mit Apath
Apath ist wie eine Katze - eigenwillig, faul, aber durchaus liebenswert, wenn man weiĂ, wie man mit ihm umgeht:
1. Erkenne ihn Wenn du merkst, dass du Dinge aufschiebst - benenne es. âAha, da ist Apath wieder.â
2. Gib ihm Aufmerksamkeit Ignorieren funktioniert nicht. Nimm wahr: âJa, ich bin mĂŒde. Ja, ich will nichts tun.â
3. BeschĂ€ftige ihn Aber dann: Handle trotzdem. Nicht groĂ - klein! Ein Schritt. Eine Stufe. FĂŒnf Minuten.
4. Streicheleinheiten Manchmal darf Apath auch gewinnen. Manchmal ist Ruhe richtig. Aber bewusst - nicht aus Automatismus.
Was ich gelernt habe
Man kann Apath nicht zÀhmen.
Er wird immer da sein. Aber man kann sein Wesen verĂ€ndern - von einem lĂ€hmenden Gegner zu einem⊠nun ja, zu einem faule Katzeđ±, den man kennt und mit dem man umgehen kann.
Und das Wichtigste: Wenn ich anderen sage âder erste Schritt ist wichtigâ - dann muss ich selbst auch gehen. Sonst bin ich nicht glaubwĂŒrdig.
Also gehe ich. Stufe fĂŒr Stufe.
Mit Apath im Schlepptau.
Hast du auch ein âHaustierâ wie Apath? Etwas, das dich begleitet, das du vielleicht benennen könntest?
In Stille gewachsen, im Licht auferstanden
aus der stille ins Licht
Wenn du mich auf meinem Weg unterstĂŒtzen willst, wĂŒrde ich mich freuen, von dir zu hören! [Zum Chat] [Schreib mir eine Lichtpost đ]
Von Herz zu Herz đ





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